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| In the press: BIOSpektrum Special "Proteomics" 09/2004 |
Der Begriff "Proteom" im engeren Sinne beschreibt zunächst das vollständige Protein-Inventar einer Zelle, eines Gewebes, oder auch eines vollständigen Organismus zu einem definierten Zeitpunkt. Im weiteren Sinne geht es jedoch vor allem um die Funktion dieses Inventars: die Aktivität der einzelnen Proteine sowie ihre vielfältige und exakt abgestimmte Interaktion in größeren Proteinkomplexen. Dabei spielen Parameter wie die zelluläre Lokalisation und gezielte Modifikationen der Proteine eine wichtige Rolle. Diese zunehmend komplexe Fragestellung erfordert die Beteiligung zahlreicher technischer Disziplinen und stößt an die Grenzen der heute verfügbaren Technologien [zum Überblick: 1,2,3,4]. Einen wesentlichen Beitrag zur interdisziplinären Proteomforschung leistet die Europäische Union mit ihrem 6. Forschungsrahmenprogramm, das gezielt Mittel für Proteom-Projekte bereitstellt.
Das derzeit größte EU – Projekt im diesem Bereich ist das "Integrierte Projekt" Interaction Proteome [5]. Das Konsortium von elf Institutionen aus sechs europäischen Ländern hat es sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden fünf Jahren neue Technologien und Methoden zur Untersuchung von Protein-Protein-Interaktionen zu entwickeln. Wesentliche Komponenten der geplanten Entwicklungen werden im weiteren vorgestellt.
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